AEE INTEC bestätigt 100% klimaneutrale Bierproduktion

TONI BRÄU braut Bier zur Gänze aus CO2-neutralen Erneuerbaren Energieträgern.

Im Rahmen des IEE Projektes “GREENFOODS Towards Zero fossil CO2emission in the European food&beverageindustry” wurde durch AEE_INTEC die Bier-Produktion von Toni Bräu untersucht und hinsichtlich Energieverbrauch und Energieeinsatz bewertet.

Übergeordnetes Ziel des GREENFOODS Projektes ist es, die europäische Lebensmittel- und Getränkeindustrie dabei zu unterstützen, ihre Energieeffizienz weiter zu erhöhen und damit die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, die Energieversorgungssicherheit erhöht und die nachhaltige Produktion in Europa erhalten werden.Das Projekt wendet sich dabei vorwiegend an Molkereien, Bäckereien, Fleischereien, Unternehmen der Fischverarbeitung, Produzenten von Babynahrung, Getreideprodukten und Futtermitteln, sowie Brauereien und Fruchtsafthersteller.

Im Rahmen des Projektes werden europaweit 200 Audits in KMUs der Lebensmittelindustrie durchgeführt, etwa 40 davon in Österreich durch AEE INTEC, Projektleiter des GREENFOODS Projektes. Ziel dieser Beratungen ist es, den Ist-Stand des Energieverbrauchs und der Energiebereitstellung zu erheben und daraus Optimierungspotentiale zu identifizieren und umzusetzen. Der Fokus wird dabei auf die ganzheitliche Analyse gelegt, die zum einen die Optimierung der Energieeffizienz bzw. Reduktion des Gesamtenergiebedarfs durch optimierte Prozesse und die Integration eines Wärmetauscher- und Speichernetzwerks vorsieht. Daraus aufbauend wird die Integration Erneuerbarer Energien wie Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse, etc. zur sinnvollen Deckung des verbleibenden Energiebedarfs geprüft.

Toni Bräu wurde dabei für eine detaillierte Analyse und die identifizierten Optimierungsmaßnahmen für eine weitere Begleitung zur Umsetzung ausgewählt. So wird der Betrieb als „Best practiceexample“ in die GREENFOODS Datenbank aufgenommen.

Die Evaluierung des Ist-Standes der Brauerei ergab, dass die derzeitige Energieversorgung über einen Pelletskessel, eine solarthermische Anlage und eine Photovoltaikanlage bereits ohne fossile Energieträger vor Ort auskommt. Der Energiebedarf der Prozesse wird zusätzlich noch über Strom gedeckt. Die Prozesse selbst und die bereits realisierten Energieeffizienz- bzw. Wärmerückgewinnungsmaßnahmen (Wärmerückgewinnung Kälteanlagen, optimierte Regelung der Energieversorgung) wurden im Detail evaluiert, um weitere Optimierungsmaßnahmen sinnvoll bewerten zu können. Diese betreffen eine mögliche Wärmerückgewinnung aus der Würzekühlung bzw. den Brüden sowie ein optimiertes Speichermanagement (zusätzlicher Speicher) inkl. der Integration eines Eiswasserspeichers. In der Bewertung wurde auch der Energiebedarf des Familienhaushaltes einbezogen. Durch die installierte Photovoltaikanlage und die Einspeisung in das Netz ergibt sich aus der Energiebilanz eine Substituierung des bezogenen Netzstroms und somit eine klimaneutrale Bierproduktion aufgrund der gesetzten Maßnahmen seit 2008.

Im Rahmen des Projektes wird die teilweise Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen begleitet und bewertet.

 

AEE INTEC ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung und beschäftigt sich in drei Bereichen mit „Solarthermischen Komponenten und Systemen“, „Nachhaltigen Gebäuden“ und „Industriellen Prozessen und Energiesystemen“. Aus letzterem Bereich stammt das umfassende Know-how in der gesamten Lebensmittelindustrie mit großem Fokus auf Brauereien und dort umgesetzten Maßnahmen der Prozessoptimierung, Systemoptimierung und der Integration Erneuerbarer Energien. AEE INTEC hat hier mit dem entwickelten Branchenkonzept der „Grünen Brauerei“ neben fast allen großen österreichischen Brauereien auch international mitSAB Miller und Heineken zusammengearbeitet und bearbeitet aktuell (Stand April 2014) mehrere Projekte in nationalen und internationalen Brauereien. Hervorzuheben ist dabei das FP7 Projekt „SolarBrew“ in dessen Rahmen unter der Projektleitung von AEE INTEC in der Brauerei Göss (BrauUnion, Leoben) eine solarthermische Anlage (1.470 m²) zur Integration in den Maischprozess umgesetzt wurde.

 

Braumeisterin Erika Hofer ist stolz im gesamten Produktionsprozess ohne fossile Energieträger auszukommen und wird dabei seit Jahren von ihrem Ehemann unterstützt (ausgebildeter Europäischer Energiemanager). Dabei standen immer intelligente energieeffiziente Maßnahmen und der Klimaschutz im Vordergrund.

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